Rookie Records/Rill Rec / 28.22 min. / 12 Songs

Die Formation aus Bonn tritt sofort auf das Geschwindigekeitspedal und fegt die schlechte, nihilistische Laune mal wacker aus der Aservatenkammer des Punkrocks/Hardcores. Das Textgut gibt es in deutscher und englischer Sprache und weiss inhaltlich zu gefallen. Fast klischeefrei kann man das übliche Parolengut umschiffen. Einziges kleines Manko vorweg, es hakt etwas bei den Breaks und in den langsameren Parts könnte man mehr ideenreicher sein. Ich bin der Überzeugung, dass die Band das kann. Den Beweis treten sie bei meinen Favouriten „I’m broken“ , „Peace Of Love“ an. Bei „I’m broken“ durchbricht ein faster Blue-Grasspart das Harcore-Schema.
In „Peace Of Love“ schafft die Band einem Reggae, einen flotten Hardcorebeat anzuhängen und die üblichen Elemente beider Musikstile bewahrend, zu einem ohrenschmausigen Fast-Reggae mutieren zu lassen. Das beweist, dass die Band echte Filigranten sind. Die Produktion ist gut akzentuiert und unmatschig druckvoll. Die Texte sind mitten aus dem Leben und fischen auch nicht nach einem gängigen Szenenapplaus. „Hoffnungsvoller Optimist“ hat sogar broilerische Stadionqualitäten und ermahnt an Dinge und Werte zu glauben und sich nicht beirren zu lassen. Insgesamt ein sehr authentisches Plättchen, was ein positives Agressionsviagra ist und sich nicht abnutzt. Eine absolute Verkaufsempfehlung.
6 von 6 Hasis!
