14.03.2026 – Frankfurt/M. – Exzess

Ach komm, wenn die Dödelhaie mal wieder in der Nähe spielen, muss ich ja schon aus nostalgischen Gründen hinfahren. MitGift als Opener on top – da fiel mir dann auch keine Ausrede mehr ein, zu Hause auf der Couch zu bleiben. Verdammt! Am Eingang vom Exzess muss ich immer daran denken, dass ich in diesem kleinen Vorraum mein erstes Turbostaat-Konzert gesehen habe. Heutzutage undenkbar! Die Haie spielten aber natürlich hinten im großen Saal, der bei meiner Ankunft auch schon recht ansehnlich gefüllt war. In der Exzess-Halle muss ich außerdem immer daran denken, dass ich in all den Jahren nur auf einem einzigen Konzert im kleinen Keller war – und die Band keine Geringere als But Alive. Heutzutage undenkbar!
MitGift starteten und kamen richtig gut an. Ist aber auch keine Kunst, denn eine gewisse Ähnlichkeit zwischen den Bands ist nicht von der Hand zu weisen. Gefühlt quatschen beide Bands mehr, als dass sie musizieren. Wie viele Songs haben die Dödelhaie bei einem Auftritt eigentlich auf ihrer Setlist stehen? Höchstens fünf Stück, der Rest wird gequasselt! Naja, ganz so tragisch war es nicht – die Setlist findet ihr weiter unten. MitGift schleimten sich aber auch ordentlich ans Publikum ran, indem sie zu fast jedem Song einen Frankfurt-Bezug aus dem Hut zauberten. Ganz billiger Trick, auf den das Publikum auch noch reingefallen ist und fröhlich die Tanzbeine geschwungen hat. Guter Auftritt – der Pöbel ist jetzt warm für die Fische!
Konzertberichte machen mir ja bekanntlich mehr Spaß, wenn man viel zu meckern hat, aber dummerweise haben mich die Duisburger positiv überrascht. Waren die schon immer so gut? Hatte ich so gar nicht in Erinnerung … Alte Hits wie „Radikal“, „Die letzte Schlacht“ und „Das Holzfällerlied“ wurden abgefeuert, aber auch neuere Songs, die ich gar nicht auf dem Schirm hatte, gingen wirklich gut rein. Ich sollte mich wohl doch auch mal mit deren neuerem Liedgut vertraut machen. Naja, so ganz ohne Meckern geht’s bei Konzertebildersensationen natürlich nicht. Schließlich haben die Hits „Nebel im Hirn“ und vor allem das geniale „Legion der Verdammten“ aus unserer Jugend gefehlt. Das gibt Punktabzug in der B-Note!
Ich hab zwar keine Ahnung, ob alle Bandmitglieder auch Gründungsmitglieder sind, weil ich selbstverständlich zu faul bin, im Netz zu recherchieren, aber ich glaube, solange ich die Band kenne, gab es keinen Besetzungswechsel. Sind immer noch die gleichen Personen wie auf dem „Spiegelbild“-Cover – nur halt geringfügig gealtert. Wieder mal ein schniekes Konzert von „The lights are on!“ veranstaltet – früher undenkbar! 😉
Setlist:
HEUTE NACHT
ÄNDERN KÖNNEN SICH DIE ANDEREN
DIE LETZTE SCHLACHT
CHEMTRAILPILOTEN
WEITER GEHEN
RADIESCHEN AUF FRISCHKÄSE
PAPA MACHT JETZT REVOLUTION
MOLLI LIED
RADIKAL
SOLIDARNOSC
LINKSEXTREME HASSMUSIK
HOLLAND
HOLZFÄLLERLIED
GERECHTIGKEIT
FUCKEDIFUCK
DÖDELHAIE AN DIE FRONT































