A.C.K. & Popperklopper
20.12.2025 Frankfurt / AU
Marco Capgras
12/22/20252 min read


Da kommste im Hof der AU um die Ecke und triffst direkt auf den Ole, der heute Abend zum letzten Mal mit A.C.K. auf der Bühne stehen wird. Ich hab ihn bestimmt 10 Jahre nicht mehr gesehen, umso schöner war unser Wiedersehen. Erstmal alte Geschichten von früher ausgepackt, was an diesem Abend mit den verschiedensten
Leuten noch öfter passieren sollte. Jetzt sind wir also tatsächlich in diesem Alter...
Ewig her ist auch das letzte Zusammentreffen mit Pöbbel gewesen. Nach seiner Auszeit zupft er jetzt wieder den Bass der Popperklopper, als sei nichts gewesen. Alles irgendwie merkwürdig heute, denn die alte A.C.K. Besetzung verabschiedet sich heute von der Bühne. Ich weiß nicht mehr, wann wir uns das erste Mal kennengelernt haben, es dürfte in den frühen 1990ern gewesen sein. Oli habe ich das erste Mal wahrgenommen, als er ein Punkkonzert in Oberursel veranstaltete, bei dem irgendein Bauer extra Gülle aufs Feld gekippt hat, nur um das Konzert zu verhindern. Aber nicht mit Oli! Seitdem haben wir unzählige Male zusammengespielt, oder uns gegenseitig auf unseren Konzerten besucht. Aber hilft ja alles nix, irgendwann geht alles mal zu Ende.
Den Opener machen die Trierer. Kai meinte auf der Rückfahrt, wie krass eingespielt die einfach sind. Recht hat er! Druckvoll wie eh und je, lassen sie die Temperatur in der AU direkt von Beginn an um mehrere Grad ansteigen. Jedes Mal denke ich mir, ich müsste mich viel mehr mit deren neuen Songs beschäftigen, die ja auch derbe in den Arsch treten. Aber wie das halt immer so ist, die Songs aus vergangenen Tagen sind immer die, die einem besonders am Herzen liegen.























Nach viel zu schneller Umbaupause startete dann auch schon das Allgemeine Chaoskommando in, bis auf den Sänger, alter Besetzung. Wie schon gesagt, alles ein bisschen komisch heute, denn nach Markus und Mosti, durfte ich heute zum ersten Mal Sänger Nummer 3 der Frankfurter lauschen. Ihr wisst ja, ich meckere gerne, aber wenn ich mal ehrich bin, macht der das schon echt gut. Stimmlich passt das wie die Faust aufs Auge und auch ansonsten hat er es drauf, das Publikum mitzureissen. Klar, dass nicht nur ich heute einen besonderen Blick auf Oli werfe, schließlich verlässt er heute sein Baby. Ab und zu wirkte er, als hätte er nicht so wirklich Lust, nur um dann wieder mit seinem typischen Oli´schem Grinsen den Bass zu dengeln. War Gefühlstechnisch bestimmt ne Achterbahnfahrt für ihn, aber dazu werde ich ihn beim nächsten Treffen sicherlich befragen. In der Mitte des Gigs ging dann mal kurz die aktuelle Besetzung auf die Bühne und wir erfuhren, dass die Jungs an einem neuen Album arbeiten. Dass bei A.C.K. jetzt ´nur noch´ Martin als altes Bandmitglied an den Drums sitzt, daran muss ich mich erstmal noch gewöhnen. Es war ein guter Auftritt, keine Frage, aber wie das mit größeren Besetzungswechseln halt so ist, es braucht Zeit. Ole sang noch seine Hits, Carsten von den Popperkloppern kam auch nochmal auf die Bühne und spätestens als Oli den Uralt-Song „Im Wohnmobil nach Tschernobyl“ sang, wusste man, es wird Zeit Abschied zu nehmen.
Bei aller Traurigkeit, war es doch ein verdammt feiner Abend in einer vollen AU, jeder Menge bekannter Gesichter und alten Geschichten.











































